Die Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Raum, in dem junge Menschen soziale Kompetenzen entwickeln und lernen, respektvoll miteinander umzugehen. Genau hier setzt das Konzept PIT – Prävention im Team an. Das PIT-Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Werteerziehung an unserer Schule und stärkt nachhaltig ein respektvolles und verantwortungsbewusstes Miteinander. Ziel des Projekts ist es, soziale Kompetenzen zu stärken, Empathie zu fördern und Strategien für ein respektvolles Zusammenleben zu entwickeln.
In der ersten Unterrichtseinheit erhielten die Schülerinnen und Schüler von Polizeioberkommissar Frank Eisert Informationen zu Datenmissbrauch und Persönlichkeitsrechten. Hierbei wurde noch einmal an eine Veranstaltung aus dem Vorjahr angeknüpft, in der es um die Nutzung von Smartphones ging.
Nach der Pause wurden sie an das Thema Gewalt herangeführt. Zu Beginn sollten die Jugendlichen verschiedene Einzelsituationen auf einer Skala von „keine Gewalt“ bis „extreme Gewalt“ einordnen. Anschließend hatten sie die Möglichkeit, ihre Einschätzungen zu überdenken und einzelne Situationen neu zu positionieren. Dabei wurde deutlich, dass das Empfinden von Gewalt individuell sehr unterschiedlich ist und stark von persönlichen Erfahrungen, dem kulturellen Hintergrund und weiteren Faktoren abhängt. Im Fazit wurde festgehalten, dass es eigentlich für jede Person eine eigene „Gewaltskala“ geben müsste.
Im weiteren Verlauf der Stunde wurden unterschiedliche Formen von physischer und psychischer Gewalt, Sachbeschädigung, Gewalt gegenüber Tieren und sogar Naturgewalten thematisiert. Besonders gewinnbringend war dabei die Unterstützung durch einen Polizeibeamten, der praxisnahe Beispiele aus seinem Berufsalltag einbrachte und die möglichen Konsequenzen von Gewalthandlungen anschaulich erläuterte. Dies ermöglichte den Schülerinnen und Schülern einen direkten Bezug zur Lebenswirklichkeit.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Ausgrenzung. Durch ein Rollenspiel konnten sich die Jugendlichen in die Lage Betroffener hineinversetzen und ihre Gefühle reflektieren. Dieser Perspektivwechsel förderte das Einfühlungsvermögen und eröffnete einen persönlichen Zugang zum Thema. In der anschließenden Diskussion wurden Gründe für Ausgrenzung gesammelt, deren Folgen beleuchtet und gemeinsam Strategien entwickelt, um solchen Situationen aktiv entgegenzuwirken.
Zum Abschluss hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, dem Polizeibeamten persönliche Fragen zu stellen. Offene Punkte konnten geklärt und der Praxisbezug weiter vertieft werden.



