Am 25. Februar 2026 unternahmen die 10. Klassen eine besondere Exkursion zur Gedenkstätte Point Alpha. Dieser geschichtsträchtige Ort, der während des Kalten Krieges als Beobachtungspunkt zwischen Ost und West diente, bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Geschichte anschaulich und eindrucksvoll zu erleben.
Zu Beginn des Tages erhielten die Klassen zunächst einen Vortrag vom Jugendoffizier Herrn Sachße. In seinem Vortrag erläuterte er die Bedeutung des damaligen militärischen Stützpunktes Point Alpha im Kontext des Kalten Krieges. Dabei stellte er auch Bezüge zur heutigen Zeit her, insbesondere zum aktuellen Ukraine-Krieg, und ging auf die strategische Bedeutung des sogenannten Suwałki-Korridors ein.
Die Klassen wurden anschließend von einem fachkundigen Guide empfangen, der sie durch die Anlage führte und ihnen zahlreiche interessante Informationen vermittelte. Startpunkt war das Besucherzentrum mit seiner umfangreichen Ausstellung. Anhand von Bildern, Dokumenten und originalen Gegenständen wurde die Geschichte der deutschen Teilung anschaulich dargestellt. Besonders eindrücklich waren Berichte über Fluchtversuche sowie die Lebensbedingungen in der DDR. Eine rekonstruierte Grenzanlage machte zudem deutlich, wie schwierig und gefährlich Fluchtversuche tatsächlich waren. Einige Schülerinnen und Schüler konnten dies selbst nachempfinden, indem sie versuchten, die Anlage zu überwinden und schnell feststellten, wie aussichtslos ein solcher Versuch gewesen wäre.
Ein besonderes Highlight stellte die Begegnung mit Zeitzeugen dar. Die Klassen hatten die Gelegenheit, mit Menschen aus Ost- und Westdeutschland ins Gespräch zu kommen, die die Teilung persönlich erlebt hatten. Sie berichteten von Angst, Anpassungsdruck und den Herausforderungen des Alltags, aber auch von Hoffnungen und dem Wunsch nach Freiheit. Die Schülerinnen und Schüler hörten aufmerksam zu und stellten zahlreiche Fragen, um die Ereignisse noch besser zu verstehen.
Am Ende der Exkursion reflektierten die Schülerinnen und Schüler ihre Eindrücke. Viele zeigten sich tief berührt von den persönlichen Geschichten und entwickelten ein vertieftes Verständnis für die Auswirkungen der deutschen Teilung. Vor allem die Begegnungen mit den Zeitzeugen trugen dazu bei, Geschichte nicht nur theoretisch zu erfassen, sondern sie auf eindrückliche Weise zu erleben.




