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Hopfen und Malz, Gott erhalt’s! Bayerische Bierkönigin an der Edith-Stein-Schule

Hopfen und Malz, Gott erhalt’s! Bayerische Bierkönigin an der Edith-Stein-Schule

Einen ganzen Tag (Montag, 18.07.2016) haben sechs Schülerinnen und Schüler der Edith-Stein-Schule Alzenau Bier gebraut. Brauziel sind 15 l dunkles Märzen. Ob es klappt, wird erst im Herbst bei der Verkostung klar.

Doch der Reihe nach: 500 Jahre ist es alt, das bayerische Reinheitsgebot und damit hat es in diesem Jahr einen runden Geburtstag. Das war StR (RS) Peter Fischer, Lehrer an der Edith-Stein-Schule, Anlass, Bier zu brauen.

Um acht Uhr früh spülten die Brauanwärter noch mal Kessel, Bierspindel, Kochlöffel und Läuterbottich aus, denn Hygiene ist wichtig beim Brauen. Dann wurden 5 kg verschiedene Malssorten geschrotet und in einen Kessel mit 52 °C warmem Wasser hinein gerührt.

Die Maische wurde in verschiedenen Rasten erhitzt und so Schritt für Schritt die Verzuckerung in Gang gesetzt. Natürlich musste genau auf die jeweilige Temperatur und die Zeiten geachtet werden – Rühren natürlich nicht vergessen. Das dauerte etwa 3 Stunden.

Endlich wurde geläutert und aus dem unansehnlichen Brei entstand eine braune Brühe mit einer hohen Stammwürze. Beim Probieren hat man den Zucker deutlich gespürt, aber mit Biergeschmack hatte das noch nichts zu tun.

Deshalb musste nach dem Abläutern noch Hopfen eingekocht werden. Das unbeschreibliches

Glück dabei: Es kam die Bayerische Bierkönigin, Sabine Ullrich! Mit ihrer netten und umgänglichen Art konnte sie vieles über Bier, Brauen und Verkosten erklären. Sie half auch beim Abwiegen der ersten Hopfengabe und gab wertvolle Tipps fürs Brauen.

Was man nicht übersehen darf, sind die genaue Dokumentation und das Messen während des Brauvorgangs. Man kann beim nächsten Mal nur dann etwas verbessern oder mit einem Braumeister besprechen, wenn ein Protokoll der Rastzeiten, Temperaturen, Gewichte und der jeweiligen Stammwürze angefertigt wurde.

Endlich konnte am Nachmittag das Bier bis auf das „Brauerhirn“ abgezogen werden.

Kaum einer hätte erwartet, dass es so lange braucht, bis wir endlich am Abend die Hefe einrühren konnten und ihr die entscheidende Aufgabe der alkoholischen Vergärung überlassen durften.

Eines haben die Schülerinnen und Schüler an dem Tag gelernt: Bierbrauen ist nicht einfach: Es erfordert Genauigkeit, Geduld und man darf keine Fehler machen. Temperaturen und Zeiten sind genau einzuhalten, auf Hygiene ist zu achten und alles nur, weil wir im Herbst unser eigenes dunkles Märzen genießen wollen. Leider sind es übrigens nur 11 Liter geworden!


Peter Fischer, Alzenau

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